Sächsische Zeitung
Montag, 8. Juni 2009 


 
Waldhaus-Wirtin Rita Wobst (r.) holte sich Heike Huhn als Köchin ins Team. Seit 2007 arbeiten sie zusammen. Foto: Verena Mann 


Warum liegt das „Waldhaus“ Steinigtwolmsdorf am Nordkap?
Von Verena Mann

Die Gaststätte hat einen wichtigen geografischen Punkt ganz in ihrer Nähe. Welchen? Wer es weiß, hat die Chance zu gewinnen.

Futtern wie bei Muttern – heißt es im „Waldhaus“ Steinigtwolmsdorf und das kommt an. „Zu uns kommen die Leute gelaufen, mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad“, sagt Waldhauswirtin Rita Wobst. Im Winter nutzen Skiläufer gern die Parkmöglichkeit am Waldhaus, steigen dort in die Loipe ein, stärken sich nach dem Wintersport. Auch für Familienfeiern ist das Gasthaus beliebt.

Rita Wobst ist gelernte Verkäuferin mit langjähriger Erfahrung im Gaststättenservice. Das Ausflugslokal mit sechs Pensionszimmern an der Ortsverbindungsstraße Steinigtwolmsdorf-Langburkersdorf-Neustadt führt sie seit Juli 2007. Sie startete damit in die Selbstständigkeit. Ehe sie das Anwesen vom Vorbesitzer erwarb, hatte sie hier 15 Jahre als Kellnerin gearbeitet. Zu ihrem Team gehören eine Köchin und zwei Mitarbeiter im Service. In Stoßzeiten, wenn Restaurant, wzei weitere Gasträume und Biergarten besetzt sind, helfen Pauschalkräfte.

Die Wirtin wählt bei den Produkten für die Küche gezielt aus. So holt sie bei den Steinigtwolmsdorfer Bäckern, was den Leuten am besten schmeckt. Das Wildbret kommt aus dem Neukircher Forstwirtschaftsbetrieb, und einen guten Fleischer aus dem Dorf hat sie ebenfalls an der Hand. Er kommt auch am 4. Juli zum ersten Sommerball ins Waldhaus und bereitet ein Wildschwein am Spieß zu.

Sehr viel über die Geschichte des Waldhauses weiß die Wirtin leider nicht: „Ich habe lediglich von meinem Vorgänger ein paar alte Bilder übernommen, die in der Gaststube hängen. Das älteste zeigt das Waldhaus im Jahre 1927.“ Heinz Thomas, ein Steinigtwolmsdorfer, der die Ortsgeschichte gut kennt, erzählt: In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wurde die neue Straße von Steinigtwolmsdorf nach Langburkersdorf gebaut. Um diese Zeit müsse auch das Gasthaus entstanden sein. Der erste Wirt war der „Steenmoatz“. Aber auch dem Heimatgeschichtler ist nur der Spitzname des ersten Waldhauswirtes bekannt. – Die Gemeinde Steinigtwolmsdorf hat nur wenige Meter vom Waldhaus entfernt einen interessanten Punkt ausgeschildert: das Nordkap. Waldhaus-Wirtin Rita Wobst fragt nun die SZ-Leser: Woher hat das Steinigtwolmsdorfer Nordkap seinen Namen? Ein Tipp: Es liegt an der deutsch-tschechischen Grenze, die hinterm Waldhaus verläuft?


Dienstag, 5. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)


Loipen in Neukirch warten auf Langlauffans


Neukirch

Nach dem Schneefall der letzten Tage gibt es in Neukirch gespurte Loipen. Anfänger können die Strecke an der Georgenbadstraße versuchen. Zudem gibt es eine Zwei-Kilometer-Strecke, die am Waldhaus Steinigtwolmsdorf beginnt. Eine weitere führt über Löcher- und Schmidtweg zur Hohwaldklinik. Einstiegs- und Parkmöglichkeiten gibt es am Waldhaus, an der Alten Waage und am Wendekreis für Räumfahrzeuge im Hohwald.

Am Valtenberg lohnt sich der Langlauf noch nicht. Einige Wege sind unbefahrbar, auf anderen liege wenig Schnee, dafür spitze Steine, sagte Frank Pötter, der ehrenamtlich die Loipen spurt, „Ich hoffe, dass private Waldarbeiter Rücksicht auf die Loipen nehmen und diese nicht zerfahren.“ (acs)